farbSalon
absolut, grenzenlos

schwarz

fragen an Dich

was in Dir existiert, noch bevor Du anfängst zu denken?

welche angst vor der dunkelheit trägt eigentlich eine andere angst in sich?

wer bist Du, wenn alle Deine rollen still sind?

poetik

hier endet das beschreiben.

dieser raum ist nicht leer – er ist vollständig.

er enthält alle farben als möglichkeit.

er ist der moment vor dem ersten atemzug und nach dem letzten gedanken.

wirkung

in dieser absoluten stille entsteht etwas paradoxes: nicht angst vor der leere, sondern ehrfurcht vor der fülle.

dieser raum lässt in Dir das verschwinden, was Du bisher für notwendig gehalten hast.

identitäten, rollen, erwartungen – sie verlieren kurz ihren halt.

was bleibt, ist das, was Du bist, bevor Du jemand bist.

das ist keine auflösung.

das ist ursprung.

heilsame bedeutung

das dunkelste enthält alles.

das ist kein trost – das ist eine tatsache, so alt wie das licht selbst.

in dieser farbe liegt keine angst, auch wenn sie so wirken kann.

sie heilt nicht durch linderung, sondern durch vollständigkeit.

sie zeigt Dir, dass Du auch dort bist, wo Du nichts siehst.

dass Dein atem weitergeht, auch ohne orientierung.

dass das ich, das Du so sorgfältig gebaut hast, auch ohne fundament trägt – weil es aus etwas gebaut ist, das tiefer reicht als jede farbe, jede form, jedes wort.

geschichte

im absoluten dunkel hörte lena auf, nach umrissen zu suchen.

die grenzen zwischen ihr und der welt lösten sich in etwas auf, das größer war als beide.

aus diesem nichts sprach ein leises ja – das ursprünglichste, das sie je gehört hatte.

sie kehrte zurück.

verändert.

ganz.

mantra

„ich bin auch dort, wo kein licht mich zeigt."

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