farbSalon
geerdet, warm

abendglut

fragen an Dich

wo in Dir lebt eine wärme, die Du nie gezeigt hast?

was trägt Dich, wenn Du selbst nicht mehr tragen kannst?

welche stille in Dir riecht noch nach erde und glut?

poetik

etwas in Dir kennt diesen ton – er liegt zwischen glut und staub, zwischen dem letzten licht des abends und der erde nach dem regen.

er ist nicht laut.

er wartet.

er hält.

wirkung

diese stimmung wirkt wie ein inneres ankommen – nicht in der aufregung, sondern in dem moment, wenn man die schuhe auszieht und den boden unter den füßen spürt.

sie berührt jene teile in Dir, die müde sind vom leuchten, und erinnert sie daran: Du darfst auch dunkel sein, auch warm, auch unfertig.

heilsame bedeutung

es gibt eine art von wärme, die nicht tröstet – sie hält einfach aus.

diese farbe trägt das in sich: das beharrliche dasein einer alten substanz, die nicht fragt, ob Du stark bist.

sie hat die geduld von jahrzehnten.

sie kennt den unterschied zwischen verharren und verwurzeln.

wenn Du in ihr ruhst, spürst Du vielleicht: Du musst nicht brennen, um zu wärmen.

Du musst nur da sein – tief, echt, ungeklärt.

geschichte

die töpferin formte den ton bei einem licht, das an gebrannte erde erinnerte.

das material widerstand und gab nach, beides zugleich.

sama verstand: so war sie auch.

geformt durch hitze, durch druck, durch berührung.

in der wärme dieses augenblicks hielt sie das fertige gefäß hoch und sah darin das abbild einer seele, die durch feuer gegangen ist.

mantra

„ich halte mich, auch wenn kein licht mehr fällt."

audio folgtmerken