was in Dir ist gerade im umbruch, ohne dass Du es kontrollieren kannst?
welche kraft schlummert in Dir, die Du noch nicht vollständig kennst?
wo endet das bekannte in Dir und beginnt das mögliche?
hier beginnt das unaussprechliche.
eine schwingung, so tief, dass sie nicht klingt, sondern zieht.
wer nah genug kommt, spürt etwas in sich aufwachen, das keinen namen hat – älter als sprache, älter als gedanke.
dieser ton verändert die wahrnehmung von innen heraus.
er löst die gewohnheit auf, die welt in bekannte kategorien zu sortieren.
plötzlich ist alles möglich – nicht weil die realität sich verändert hat, sondern weil die grenzen des möglichen sich verschoben haben.
es ist das gefühl vor einem großen einfall, vor einer wende.
transformation braucht einen ort, der ihre kraft aushält.
diese farbe ist dieser ort.
sie hält das, was noch nicht fertig ist – das halbfertige, das widersprüchliche, das gärende.
hier muss nichts erklärt werden.
es darf einfach werden.
wer Zuflucht hier findet, entdeckt, dass das, was sich aufgelöst hat, nicht verschwunden ist, sondern sich neu ordnet.
der magier am ende des alphabets trug einen mantel aus reiner absicht.
als pol ihn fragte, was magie bedeute, antwortete er: das, was geschieht, wenn du vollständig anwesend bist.
pol schloss die augen.
im dunkel hinter den lidern brannte etwas auf – tief, violett, unwiderruflich wahr.
er öffnete die augen verwandelt.
„ich bin mitten in meiner verwandlung – und das ist gut."