wo bist Du hart zu Dir wo Du eigentlich mitgefühl brauchst?
was würdest Du einer geliebten person sagen, die sich so fühlt wie Du gerade?
wann hast Du Dir zuletzt wirklich etwas gegönnt?
wie das innere einer muschelschale, die nie jemand geöffnet hat.
weich ohne zerbrechlich zu sein.
sie hat die textur von erinnerungen, die gut ausgegangen sind – nicht laut, nicht groß, aber bleibend.
ein hauch von blüte, ein hauch von frühem morgen kurz bevor die welt wieder laut wird.
sie senkt unmerklich die schultern.
ohne worte, ohne anstrengung.
sie schafft einen raum in dem man sich nicht beweisen muss.
ihre wirkung ist nicht aufregend – sie ist befreiend.
wie ein gespräch mit jemandem der wirklich zuhört.
der druck lässt nach, die haltung wird weicher, das denken langsamer und klarer.
Du trägst so vieles.
diese farbe erinnert Dich daran, dass Du auch getragen werden darfst.
nicht jede heilung muss erkämpft werden – manche geschieht einfach wenn man sich erlaubt, weich zu sein.
sie öffnet sanft die stellen in Dir, an denen Du Dich verschlossen hast um stark zu bleiben.
und sie sagt Dir: sanftheit ist keine schwäche, sie ist eine der mutigsten formen des seins.
großmutter rosa rührte im topf und summte.
das licht um sie herum war wie ein umarmung die schon begonnen hatte bevor man ankam.
hier war sicherheit – weich und echt.
das selbst, dachte sie, braucht manchmal einen ort der es willkommen heißt.
„ich darf sanft sein – auch mit mir selbst."