wann hast Du zuletzt Deinen körper wirklich gespürt?
wo hat sich Deine lebendigkeit zurückgezogen?
was bräuchtest Du, um wieder ganz in Dir anzukommen?
diese farbe kommt nicht leise.
sie tritt ein wie ein atemzug nach langem tauchen – roh, nötig, lebendig.
in ihr steckt das primitive wissen des körpers: ich bin da.
ich bin wirklich da.
sie mobilisiert tiefe körperkräfte.
wo erschöpfung und taubheit waren, entsteht eine pulsierende präsenz.
sie erinnert den körper an seine grenzen – und gleichzeitig an seine stärke.
sie ist unbequem und befreiend zugleich.
manchmal ist das leben zu abstrakt geworden.
zu viele gedanken, zu wenig spüren.
diese farbe bringt Dich zurück in den körper – in seine schwere, seine wärme, seinen rhythmus.
sie fragt Dich nicht, ob Du möchtest.
sie zieht Dich einfach ins fleisch des augenblicks.
das ist keine gewalt – das ist heimkehr.
in Dich selbst.
die frau, die sich imaya nannte, schlug mit der faust auf die erde und die erde antwortete.
etwas uraltes erwachte in ihr – roh, lebendig, echt.
jung nannte diesen kern die vitale seele, den archetypus der kraft.
frankl ergänzte: nur wer fühlt, kann bedeutung tragen.
imaya stand auf, staubbedeckt und strahlend, und trug das feuer in ihren augen hinaus in den tag, der auf sie gewartet hatte.
„mein körper kennt den weg zurück zu mir."